2010: Carolinchen 2.5

Hier wurde vor allem an der Strukturierung der PC-Software gearbeitet. Die alte Software war unübersichtlich geworden und die Kommunikationswege zwischen den einzelnen Softwaremodulen waren sehr schlecht zu warten und unübersichtlich. Um dieser Problematik Herr zu werden und für zukünftige Entwicklungen eine geeignete Basis zu schaffen, wurde ein virtueller Message-Bus implementiert, über den die einzelnen Softwarekomponenten kommunizieren. Sämtliche Kommunikation ist so in klare Strukturen gefasst. Ein weiterer Vorteil, der sich durch diesen Bus ergibt, ist, dass ein zweiter PC zum Fahrzeug Kontakt aufnehmen kann und der virtuelle Message-Bus auf beiden Fahrzeugen synchron läuft. Dies wurde vor allem zur Visualisierung während der Testphasen genutzt. Für spätere Entwicklungen wäre es hier denkbar, einzelne Module zunächst außerhalb des Fahrzeugs zu testen und erst bei sichergestellter Funktion auf Carolinchen in Betrieb zu nehmen.

An der Hardware fanden diverse Reparaturen statt, die durch den übermäßigen Einsatz während der verschiedenen Messen im letzten Jahr nötig geworden waren. Es wurde ein neuer Motor fällig, da der alte einen Lagerschaden erlitten hatte. 2 Tage vor dem Carolo-Cup 2010 musste der inzwischen dritte Servo montiert werden, da Nummer 2 unerklärliche Aussetzer hatte. Die meisten Kabelverbindungen erwiesen sich jedoch im Vergleich zu Carolinchen 1 als eher unkritisch. Lediglich die Akkuanschlüsse und die Spannungsversorgung der Festplatte bereiteten Probleme. Auch musste ein neuer Akkusatz angeschafft werden, da die alten durch die vielen Messe- und Testfahrten verschlissen waren.

Eine Hardwareanpassung ist jedoch dem Ausbau des Funktionsumfangs geschuldet: ein weiterer Mikrocontroller ist hinzugekommen. Dieser bindet ein Array von Infrarotsensoren an den Can-Bus an. Diese Sensoren sollen die Umfelderkennung stark verbessern und ein deutlich detaillierteres Abbild der Umgebung ermöglichen.

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